Studien- und Forschungsgebäude der Albertina, Wien
Anlass für die Errichtung des Neubaus war die Erkenntnis aus dem Großbrand der Wiener Hofburg 1993, dass die wertvolle Graphische Sammlung der Albertina im historischen Gebäude nicht ausreichend geschützt ist. Die städtebauliche Idee war ein Einschnitt in der Rampe zur Augustinerbastei. In diesem neuen Gartenhof zwischen Palmenhaus und der Hofbibliothek von Fischer von Erlach ist das „unsichtbare Gebäude“ optimal belichtet, situiert. Es fügt sich somit, trotz großflächiger Glasfassaden in die umgebende Dachlandschaft der Mauerkronen, einer eigenen niedrigen Hierarchie von dunklen Flächen ein und steht mit den umgebenden Monumentalbauten der Wiener Hofburg in Dialog. Der viergeschossige Neubau ist durch einen überglasten Lichthof geteilt, wodurch alle für die Studien-, Restaurierungs- und Forschungsarbeiten nötigen Räume bestens belichtet sind. Drei Geschoße dienen dem internen Sammlungsbetrieb, das oberste externen Besuchern. Restaurierung, Fotobearbeitung und Studienbibliothek sind seit 2002 in Betrieb. Mit dem Endausbau, des im Erdkörper der Bastei gut geschützten Logistikzentrums, mit automatischem Hochregallager sind rationelle Arbeitsabläufe zwischen der Sammlung und dem Studien- und Forschungsgebäude sichergestellt.
Ort: Augustinerbastei, 1010 Wien
Bauherr: Burghauptmannschaft Österreich
Projektvolumen: inkl. Logistikzentrum 4550 qm Nutzfläche
Tragwerksplaner: Robert Harrauer & Wolfgang Tötzel
Haustechnik: TB Allprojekt / Lichtplaner: Vienna Lighting Design
Logistik: Norbert Schobel / Bauphysik: H. P. Dworak
Bau- u. Projektmanagement: ISP Schickel und Partner
